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Die Kontrolle und Vorbehandlung des Unterbodens
Die Kontrolle
Bei der Kontrolle des Unterbodens achten Sie bitte besonders auf die nachfolgenden Punkte, und stimmen Sie Ihre Behandlung möglichst auf die vorgefundene Situation ab.
• Starke Unebenheit des Bodens.
• Sprünge im Boden.
• Ungenügende Druckstetigkeit des Bodens.
• Zu poröse Oberfläche.
• Falls der Boden Dilatationsfugen zeigt, ist die Notwendigkeit von Spezialprofilen und vom Anschluss des Bodenbelags zu überprüfen.
• Achten Sie auf schwere Verschmutzung des Bodens durch, z.B., Oel, Wachs, Lack, Kleber- und Farbresten, usw.
• Gibt es unerwünschte Höhenunterschiede im Anschluss mit anderen Räumen?
• Bleiben oder Fallen die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit im Raum oder in den Räumen, wo Sie arbeiten müssen, innerhalb der Normen?
• Im Falle eines Bodenheizungssystem, überzeugen Sie sich bitte davon ob Anweisungen für den Start der Heizung vorhanden sind und ob man bisher nach den Regeln vorgegangen ist. Eine unrichtige Temperatur des Bodens könnte weitreichende Folgen haben.
• Ist der Unterboden nicht freitragend, oder ist sie zwar freitragend, aber nicht oder ungenügend ventiliert?
• Liegt der nicht-freitragende Boden gleich mit oder unter der Erdoberkante?
• Liegt der nicht-freitragende Boden unter der Erdoberkante und im Grundwasser ?
Der Unterboden
Im Falle eines dauernd trockenen, sprungfreien, säubern, zug- und druckstetigen, flachen Bodens dürfen Sie ‘ruhigen Herzens' an die Arbeit gehen. Kontrollieren Sie bitte im voraus mit einem harten, scharfen Gegenstand die Härte der Oberschicht des Bodens. Über eine Oberfläche von ungefähr 100 cm 2 kratzen Sie horizontale und vertikale Linien. etwa 1 cm von einander entfernt. Wenn die Oberschicht innerhalb der gezeichneten Karrees von ca. 1 cm 2 nicht bricht, so dürfen Sie annehmen, dass die Härte ausreicht.
Betriebsboden sind erst klebereif nach einer speziellen Vorbehandlung (z.B., vorstreichen und egalisieren). Bitte lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrem Lieferanten von Klebe- und Egalisationsmitteln beraten.
Der Feuchtgehalt des Bodens
Alle Böden, mit Ausnahme von Gussasphalt, kennen einen maximal zulässigen Feuchtigkeitsgewichtsprozentsatz (sog. Haushaltsfeuchtigkeit).
Alle Unterboden brauchen nach dem Sturz eine gewisse Trockenzeit, bevor Sie sie problemlos mit Bodenbelag belegen können. Die Trockenzeit hängt von der Dicke der Konstruktion, der Wetterlage, den Heizungsmöglichkeiten, der Entlüftung, usw., ab. Falls der unterliegende Konstruktionsboden nicht die durchschnittlich zulässige Haushaltsfeuchtigkeit aufweist, ist der aufgebrachte, anscheinend trockene Abschlussboden nicht klebereif für harten Bodenbelag. Achten Sie darauf!
Überzeugen Sie sich in allen Fällen von der Situation. Gibt es z.B. eine dampfdichte Folie zwischen dem Konstruktions- und dem Abschlussboden? Ist es beweisbar, dass der Feuchtigkeitsprozentsatz im Konstruktionsboden innerhalb annehmbaren Normen liegt?
Messen Sie unbedingt vor der Verarbeitung den Feuchtigskeitsgehalt im Boden und passen Sie die Prozentsätze der Art des Unterbodens an. Konsultieren Sie im Zweifelsfall immer einen Sachverständigen.
Ein zuverlässiges Hilfsmittel zur Feststellung des Feuchtigkeitsprozentsatzes ist das CM–Gerät. Die Messwerte sind dem Auftraggeber schriftlich mitzuteilen.
Wohlgemerkt:
Auf Boden mit Bodenheizung dürfen Sie, um die Heizungsinstallation nicht zu beschädigen keine Feuchtigskeitsmessungsmethoden anwenden, die gehackte Löcher erforderlich machen (z.B. mit dem CM-Gerät). Wenn von Bodenheizung die Rede ist, findet man meistens Startanweisungen oder ein sog. Aufwärmungsprotokoll vor. Wenn man sich daran hält, erübrigt sich die Feuchtigkeitsmessung.
| Die Zusammensetzung des Unterbodens |
Der zulässige Feuchtigkeitsgehalt für die Verarbeitung von mFLOR. |
| Sand/cement |
< 2,5% |
| Anhydrit |
0,3 á 0,5% |
| Magnesit |
< 0,3% |
| Kaltbitumen |
< 2% |
Die Vorbehandlung des Abschlussbodens
Grundsätzlich sollen alle Typen Abschlussboden VORGESTRICHEN UND EGALISIERT werden, denn ohne Egalisierung wird die geringste Unebenheit des Unterbodens sich abzeichnen.
Konsultieren Sie, falls erwünscht, ihren Lieferanten von Klebe- und Vorstrichmitteln. Vorstrich- und Egalisationsmittel sind gemäss den Verarbeitungsanweisungen des Fabrikanten aufzubringen, und zwar so, dass sie haften und sich dauernd mit dem Unterboden verbinden, nicht springen und genügend druckstetig sind. Die minimale Egalisationsdicke für rollende Belastung ist 1,5 bis 2 mm. Dichte, nicht –saugende Unterboden müssen beim Gebrauch von Dispersionsklebern genügend dick egalisiert werden, mindestens 2 mm. Nach dem Abflachen, schneiden Sie die Fliessrände an den Wänden und Uebergängen entlang ab, sowie auch noch hinausstreckende Isolationsmaterialien und Abschirmfolien.
Installationsbedingungen
• Umwelttemperatur minimal 18 o C.
• Unterbodentemperatur minimal 15 o C.
• Relative Luftfeuchtigkeit maximal 70%.
• Nicht nur die Umwelt soll eine Mindesttemperatur von 18 o C haben, sondern auch der Bodenbelag als solches, sowie auch die Vorstrich- und Klebemittel.
• Bei der Messung des Feuchtigkeitsprozentsatzes stellen Sie fest, ob der Boden eine uniforme Dicke aufweist – dickere Schichten benötigen eine längere Trockenzeit.
• Sorgen Sie für optimale Trockenbedingungen.
• Bringen Sie die Vorstrichsmittel mit einem Roller auf, nicht mit Zieher.
Allgemeine Anweisungen für die Verarbeitung von MFLOR-Kunststoffbodenbelag
Unterbodenkontrolle
Kontrollieren Sie immer, ob der Boden dauernd trocken, sprungfrei , sauber, zug- und druckbeständig sowie flach ist.
Lagerung
Geben Sie acht, dass das Material zu jeder Zeit auf einem flachen Unterboden liegt. Wird das Material nicht flach gelagert, so dürften bei der Verarbeitung Probleme entstehen.
Die Kontrolle des zu verarbeitenden Materals
Der Bodenbelag wird, bevor er die Fabrik verlässt, einer sorgfaltigen Kontrolle unterzogen, so dass eine hohe Qualität garantiert werden kann. Wir können jedoch Mängel nicht zu 100% ausschliessen. Bitte kontrollieren Sie deshalb immer vor der Verarbeitung das Material auf sichtbare Mängel. Etwaige Klagen können nur vor Beginn der Verarbeitung entgegengenommen werden. Nach der Verarbeitung können wir nur noch Klagen infolge zunächst versteckter Mängel entgegennehmen. Die in unserer Faktur erwähnten Daten, wie: Rechnungs- und Bestellnummer, sind notwendig für die Bearbeitung von Reklamationen.
Verlegeplan
Für eine optimale Flachverteilung und den geringsten Schnittverlust ziehen Sie eine Abdrucklinie, die auf das Format der zu verarbeitenden Streifen/Fliesen abgestimmt ist. Wir empfehlen Ihnen, vorher eine Werkzeichnung zu verfassen, welche anzeigt, wie Sie die Streifen/Fliesen in dem zu verarbeitenden Raum zu legen beabsichtigen.
Verlegerichtung
Die Streifen/Fliesen sind, abhängig von der Serie, mehr oder weniger richtungsorientiert. Ein Pfeil auf der Rückseite des Materials verweist auf die Verlegerichtung. Sie haben natürlich zu jeder Zeit die Freiheit, von dieser Richtung abzuweichen, sollten andere Anweisungen Sie dazu zwingen.
Die Entspannung des Materials und die Klimaverhältnisse während der Verarbeitung
Damit das Material sich hinreichend entspannen kann, müssen die Streifen/Fliesen mindestens 24 Stunden in dem zu bearbeitenden Raum auf kleinen Stapel liegen bleiben, um sich dem Raum und der Temperatur anzugleichen. Die ideale Verarbeitungstemperatur liegt um ca. 19 o C, während der Luftfeuchtigkeitsgrad 70% nicht übersteigen darf. Die Nichterfüllung dieser Bedingung wird bei der Verarbeitung Konsequenzen haben. Bei zu niedrigen Temperatur en und/oder zu hoher uftfeuchtigkeit lässt das Material sich nämlich schwieriger verarbeiten und wird der Kleber kaum binden.
Vorbeugung von Farbunterschieden
Innerhalb eines Raumes darf nur Material aus einer einzigen Produktion verarbeitet werden.
Die Verarbeitung
Den anzuwendenden Kleber nach Verarbeitungsanweisung des Firma Uzin aufbringen. Es kommen nur hochwertige Lösungsmittelfreie Dispersionskleber für PVC-Bodenbelag in Frage wie zB.
KE 2000 S - Universal-Haftklebstoff Produkt-Beschreibung: Nass-, Haft- oder Kontakt-Dispersionsklebstoff mit sehr hoher Klebkraft für elastische Bodenbeläge. Gebrauchsfertig, sehr gut verstreichbar, sehr ergiebig, lange Einlegezeit, hohe Festigkeit, sehr gute Weichmacherbeständigkeit.
und:
KE 66 – Faserklebstoff
Produkt-Beschreibung: Dispersionsklebstoff mit Armierungsfasern zur Vermiderung von Klebstoffverquetschungen bei der Verlegung und vorteilhafter Wirkung auf das Resteindruckverhalten verlegter elastischer Beläge.
In der Nähe des Zugangs und in Räumen, wo die zu erwartende Temperatur und die Feuchtigkeit höher als normal sind, empfehlen wir einen Polyurethankleber (feuchtbeständig). wie zB.
KR 430 - 2-K-PUR-Klebstoff Produkt-Beschreibung: Elastischer PUR-Klebstoff für stark beanspruchte Bodenbeläge. Zweikomponentig, gut füllend, lösemittel- und wasserfrei, schnell erhärtend, mechanisch hoch belastbar, gut wasser-, wärme- und kältebeständig.
Bringen sie den Kleber mit der vorgeschriebenen Zahnung auf. Sollte der Klebstofflieferant mehrere Typen Zahnung empfehlen, so ist die feinste Zahnung zu bevorzugen.
Nach Ablauf der vorgeschriebenen “offene Zeit” des Klebers, dürfen Sie die Streifen/Fliesen in das Klebebett legen und sorgfältig reiben.
Um Schlieren in der Oberfläche, z.B. wegen ungleichmässig aufgebrachten Klebers, zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen, den Bodenbelag mit einem teppichbedeckten Brett, für grössere Oberfläche mit einem Stiel versehen, festzureiben. Sofort nach dem Reiben den Bodenbelag in beiden Richtungen walzen.
Was die offene Zeit betrifft, sollten Sie die Klimatbedingungen und die Temperatur im Verarbeitungsraum in Betracht ziehen. Die Anweisungen basieren auf Mittelwerten. Die optimale Klebekraft ist erreicht wenn Sie durch teste festgestellt haben, dass der Kleber ca. 80% der Oberfläche der Unterseite des Bodenbelags berührt hat.
Die Seiten des MFLOR-Kunststoffbodenbelags werden, abhängig von Art und Typ, gefräst. Es ist nicht möglich die Nähte zu schweissen.
Wenden Sie niemals Lösungsmittel zur Entfernung von Kleberflecken an. Nur Wasser und Seife, zur Not mit Hilfe eines Fliegenschwamms. |